Austellung 18.03.2006-01.04.2006: Chidi Kwubiri







biografie
Geboren 1966 in Umuahla/Nigeria
Studium der Freien Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf
(1993 - 2002) bei Prof. Michael Buthe (gest. )
und Prof. A.R. Penck (Meisterschüler)

a u s s t e l l u n g e n ( a u s w a h l )
(E = Einzelausstellung)
2006
- World Market Center, Las Vegas, USA
2005
- „back to the roots“, Goethe-Institut Lagos, Nigeria (E)
- internationale Kunstmesse „Palm Beach Contemporary“, PaIm Beach, Florida, USA
- 2. Kunstwege Schneverdingen - „Offene Türen“, Schneverdingen
- „Kunsttage Rhein-Erft“, Abtei Brauweiler (auch 2002 und 2001)
2004
- „artPulheim“, Lions Club Pulheim (auch 2003)
- „The lnternationals“, MILLENIA GALLERY, Orlando, Florida, USA
- Kunstverein Erftstadt, Altes Stadthaus Erftstadt-Lechenich (E)
- Sammlung Staatliches Museum Tivat, Montenegro
- „Second lndependent International Biennial of Graphic St. Petersburg“ Russland
- „Holland Art Fair“, Den Haag, Niederlande
2003
- Internationale Kunstmesse „LINEART“ (Galerie DE OPSTEKER), Gent, Belgien
- GALERIE OTT, Düsseldorf (E), auch 2002 und 1997
- „Far from the bush“, Galerie DE OPSTEKER, Amsterdam und Durgerdam, NL (E)
- „Artists from Germany“, CHURCH STREET GALLERY, Orlando, Florida, USA
2002
- „Momentum 2002 – Art on Display“, Düsseldorf
- Rathaus der Stadt Pulheim (E)
2001
- CHURCH STREET GALLERY, Orlando, Florida, USA (E)
- „Menschenbilder“, Dt. Gesellschaft f.Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn
- Theatergalerie der Stadt Gummersbach (E)
- Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
2000
- SKULPTURENMEILE STEINHAGEN, Stadt Steinhagen/Westfalen
- GALERIE PIN INTERNACIONAL, Bielefeld (E)
- UNESCO Headquarters, Paris
1999
- Kölner Bank, Köln (zwei Künstler)
- Jakobskirche, Europäische Kultur-Hauptstadt 1999 WEIMAR
- „Dr. Georg-Haar“-Stiftung, Europäische Kultur-Hauptstadt 1999 WEIMAR
1998
- Westfälisches Landesmuseum, Münster
- „art multiple“, Düsseldorf
- GALERIE XENIOS, Frankfurt/Main (E)
- GALERIE 8PQ, Bonn (E)
1996
- „Luft- und Raumfahrt“; ILA (lnternationale Luft- und Raumfahrt-Ausstellung), Berlin
1993
- Hedwig-und-Robert-Samuel-Stiftung, Düsseldorf
kunstförderpreise
1997
- Preis der Alpirsbacher Galerie ‚Das schöne neue Bild“, Alpirsbach
1996
- „Art Collection“ der Siemens AG in Kooperation mit der Dresdner Bank AG und dem Rochus Club, Düsseldorf (1. Preis)
- Kö-Galerie, Düsseldorf
- „StelIa Musical AG“ anlässlich der Premiere des Musicals „Les Miserables“ Duisburg (1. Preis)
1995
- Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., Köln (1. Preis)
back to the roots
Die Freude und das Glück, das ich empfunden habe bei den Tänzen und Festen im Dorf in jenen Tagen der Kindheit, die Eindrücke jener Ereignisse, so oft auf die Schultafel skizziert oder mit bloßen Fingern in den Lehmboden gemalt, bleiben noch immer meine wichtigste Quelle der Inspiration.
Und von damals an war das Verlangen, all diese Impulse umzusetzen, klar und stark. Meine Kultur, die Traditionen und meine Herkunft waren immer eine tragende Säule meines künstlerischen Schaffens.
Auch wenn tausende Kilometer zwischen Mutter Afrika und mir liegen mögen, so vergeht doch kaum ein Tag, ohne zurückzublicken und dieses wertvolle Erbe zu reflektieren. Es ist wie ein Echo, das immer und immer wieder einem Herbststurm gleich durch meine Gedanken wirbelt.
Manchmal sitze ich nieder und denke an die Landschaft der Heimat, die schmalen Trampelpfade, leer und still, und doch bevölkert von den Seelen der Ahnen, an den leise dahin fließenden Bach, seicht und in der kindlichen Phantasie von damals doch so tief und voll von geheimnisvollen Kreaturen, ich
denke an die Buschpfade, geschmückt mit farbenprächtigem Blattwerk, den rhythmischen Klang der Trommeln vom Dorfplatz, der wie ein Sommerregen die Luft erfüllt, jene geheimnisvollen Gesichter im Dorf, die dich mit starrem Blick durchdringen, alte Männer und Frauen, geschwächt von Alter und Mühsal und doch stolz und souverän schreitend auf Füßen, die so viele Tänze kannten und die mit ihrem rhythmischen Stampfen so viele Male den Staub aufgewirbelt haben.
Und dann wird dieses Verlangen wieder wach und ich greife zu meinen Pinseln und setze an zu dem nächsten Vorhaben.
So wie der Baum durch seine Wurzeln aus dem Boden versorgt wird mit Wasser, Mineralien und Nährstoffen, so beziehe auch ich meine grundlegenden Inspirationen aus der Quelle meines Backgrounds.
So wie die Wurzeln den Baum verankern und fest stehen und wachsen lassen, so sind es für mich die Kultur und die Traditionen meiner Heimat, die mich in meinen Grundfesten stärken und mir die Kraft geben für die ständige Erneuerung und das kreative Schaffen.
So wie die Wurzeln die Verbindung sind zwischen dem Baum und den Kräften tief im Boden, so ist mein kulturelles Erbe das Band zwischen mir und meiner Heimat, seinen Mysterien und
Mythen, zwischen dem Wissen und dem Unbewussten.
BACK TO THE ROOTS — ein großartiges Gefühl.
Chidi Kwubiri